Das gut versteckte Arthouse-Kino im weltberühmten Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei.

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NIEMALS ALLEIN, IMMER ZUSAMMEN

Regie: Joana Georgi

91 min / ab 12 Jahren

Für ihren Dokumentarfilm NIEMALS ALLEIN, IMMER ZUSAMMEN begleitet die Filmemacherin Joana Georgi fünf Berliner Aktivist*innen ein Jahr durch ihren Alltag. Quang, Patricia, Simin, Zaza und Feline sind jung, idealistisch und organisiert. Sie engagieren sich bei „Fridays for Future“, „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“, kämpfen in der Berliner Krankenhausbewegung für bessere Care-Arbeit und setzen sich für die Aufarbeitung rassistisch motivierter Gewalt ein. Sie kümmern sich um die Community, machen politische Kunst und mischen Social Media auf. Mittels Instagram, TikTok und YouTube sind sie global vernetzt und bringen ihre Ideen in die Smartphones und die Herzen ihrer Altersgenossen. In einer zunehmend gespaltenen und polarisierten Welt zeigen sie Wege aus der politischen Lethargie und repräsentieren eine neue Generation, die ihre Stimme erhebt, um befreit von Denkverboten und dogmatischen Altlasten für eine gerechtere Zukunft einzustehen. Mit NIEMALS ALLEIN, IMMER ZUSAMMEN wirft Regisseurin Joana Georgi einen authentischen Blick auf den schwierigen Weg, der Aktivismus häufig bedeutet und lenkt den Fokus auf die liebevollen, tagtäglichen Geschichten des Ringens um gesellschaftliche Veränderung. Dabei bricht sie mit abwertenden Klischees über soziale Bewegungen und schafft einen hoffnungsvollen Film, dessen Protagonist*innen fest daran glauben, dass radikaler Wandel nicht nur möglich, sondern notwendig ist.

SLEEP WITH YOUR EYES OPEN (OmU)

Regie: Nele Wohlatz

97 min / ab 12 Jahren

Eine Küstenmetropole in Brasilien. Kai landet mit gebrochenem Herzen aus Taiwan, um Ferien zu machen. Eine kaputte Klimaanlage führt sie in das Regenschirmgeschäft von Fu Ang. Er könnte ein Freund werden, doch die Regenzeit bleibt aus und sein Geschäft verschwindet. Auf der Suche nach Fu Ang entdeckt Kai die Geschichte von Xiaoxin und einer Gruppe chinesischer Arbeiter in einem noblen Wolkenkratzer. Importprodukte made in China treffen auf Probleme mit den reichen, weißen Nachbarn. In Xiaoxins Erzählung findet Kai sich merkwürdig gespiegelt. Hauptfiguren kommen und gehen unverhofft in dieser leisen Komödie der Missverständnisse, dargestellt durch Laien und Schauspieler:innen. Von einer fremden Stadt in die nächste folgen sie mehr den Notwendigkeiten der Arbeit als einer klassischen Dramaturgie. Aber im Laufe eines heißen, langsamen Sommers wachsen zarte Bindungen zwischen ihnen wie Inseln in einem Meer voller Haie.

Am Mittwoch, dem 20. Juni um 19h in Anwesenheit der Regisseure: THE BALLADE OF GEORG BARRINGTON (engl. OmU)

Regie: Matthias Meyer und Alexander Rischer

120 min / ab 12 Jahren

Der Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte des irischen Taschendiebs George Barrington, der sich im ausgehenden 18. Jahrhundert trickreich in der aristokratischen Gesellschaft Londons bewegte und schließlich nach Australien verbannt wurde. Der Film verwebt Grafiken, Dokumente, Fotografien und Filmaufnahmen von Orten und Stationen seines Wirkens und Werdens mit wiedergefundener Beute, kostbaren und banalen Objekten aus weltweiten Sammlungen zu einem komplexen Bild – eines ebenso komplexen Charakters. THE BALLAD OF GEORGE BARRINGTON ist eine Suche nach Diebesgut, nach wertvollen, aber auch banalen Gegenständen, nach Dokumenten, Menschen und ihren Verbindungen zueinander.

ASTEROID CITY (engl. OmU)

Regie: Wes Anderson

106 min / ab 12 Jahren

Asteroid City, irgendwo im Nirgendwo der USA in den Fünfzigerjahren. Das Programm der Junior Stargazer bekommt ein kurzfristiges Update, als ein weiterer Besucher von außerhalb in die Stadt kommt. Von sehr weit außerhalb … Bringt das Alien eine Botschaft des Universums oder hat es gar Antworten auf existenzielle Fragen? Vielleicht. Sicher ist, dass Asteroid City vorsichtshalber vom Militär zur Sperrzone erklärt wird, und so stecken Witwer Mitch Campbell (Jason Schwartzman) und seine vier Kinder in dem abgelegenen Nest fest. Während sich sein Schwiegervater (Tom Hanks) um die Enkel kümmert, Amerikas Wissen über den Weltraum ins Wanken gerät und im Hintergrund Atombomben getestet werden, freundet sich Mitch mit einer Schauspielerin an (Scarlett Johansson). Wenn da nur nicht dieses Gefühl wäre, dass das Alien kein Überbringer guter Nachrichten ist.

LA CHIMERA (ital. OmU)

Regie: Alice Rohrwacher

134 min / ab 12 Jahren

Italien in den 80er Jahren. Das Plündern alter etruskischer Gräber ist so lukrativ wie verboten. Der seltsame Brite Arthur ist als Wünschelrutengänger der große Trumpf der wilden Truppe von „Tombaroli“, die die etrurische Erde auf der Suche nach antiken Schätzen umgraben: Grabbeigaben von unermesslichem Wert, gemacht für die Seelen der Verstorbenen, nicht für die Augen der Menschen.

DIE FILMKRITIK – BUCHVORSTELLUNG – Sonntag, 16.Juni 17h

mit den Herausgebern Rolf Aurich (Deutsche Kinemathek) & Michael Wedel (Filmuniversität Babelsberg) sowie Tilman Schumacher (Mit-Autor, Luru Kino):
Die „Filmkritik“. Eine Zeitschrift und die Medien Edition text + kritik, 202

Der Sammelband unterzieht die wichtigste deutschsprachige Filmzeitschrift einer Neubetrachtung. Wie keine andere Filmzeitschrift der frühen Bundesrepublik hat die „Filmkritik“ die Standards der Filmpublizistik geprägt. Zwischen 1957 und 1984 haben ihre Autor
– unter ihnen Frieda Grafe, Harun Farocki und Hartmut Bitomsky – neue Sicht- und Schreibweisen entwickelt, mit denen sich der Film gesellschaftskritisch in den Blick nehmen ließ, ohne seine Ästhetik zu vernachlässigen. Fast alle von ihnen haben parallel zum Schreiben auch filmbezogene Beiträge für Hörfunk und Fernsehen geliefert. Dadurch ergeben sich aufschlussreiche Verknüpfungen zwischen ihren Texten für die „Filmkritik“ und ihren Versuchen, sich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Forum für einen reflektierten Umgang mit dem Film zu erschließen. Die Vorstellung des Buches wird ergänzt durch selten gezeigte Filmausschnitte (z.B. zur Berlinale).


Eintritt: 7€ / 5€ ermäßigt